Рельеф с Энеем, приносящим в жертву Лаврентскую свинью.

II в. н. э. Гипсовый слепок.
Инв. № MCR 5019 (для оригинала: инв. №№ 321 (инв. 1914), 477 (инв. 1825)).

Рим, Музей Римской культуры.

Происхождение:
Место­на­хож­де­ние ори­ги­наль­но­го релье­фа из Уффи­ци в насто­я­щее вре­мя неиз­вест­но — в ката­ло­ге Ман­су­эл­ли 1958—1961 гг. он не зна­чит­ся, а его инв. № 321 оши­боч­но при­сво­ен дру­го­му релье­фу (инв. № 342). Пер­вая инвен­та­ри­за­ция релье­фа в Уффи­ци была про­из­веде­на в 1704—1714 гг., послед­няя — в 1914 г. Гип­со­вый сле­пок изготов­лен, ско­рее все­го, в 1930-х гг. (Прим. ред. сай­та).

Описание:
Инвен­та­ри­за­ци­он­ная опись 1825 г.

VII a № 477.
I. 20
Art. 3º

Сле­ва (sic!) на воз­вы­ше­нии сидит жен­щи­на, оде­тая в туни­ку с пла­щом, с обна­жен­ной пра­вой гру­дью. На голо­ве у нее лав­ро­вый венок, в левой руке — копье. Перед ней вик­ти­ма­рий в вен­ке, кото­рый дер­жит в пра­вой руке нож, а левой рукой удер­жи­ва­ет за спи­ну сви­нью, воз­ле кото­рой дете­ны­ши. Они нахо­дят­ся перед алта­рем, над кото­рым дер­жит про­дол­го­ва­тый пред­мет импе­ра­тор, оде­тый в пан­цирь и хла­миду, наки­ну­тую на голо­ву. В левой руке у него корот­кий меч (parazonium). За импе­ра­то­ром сле­ду­ет маль­чик в туни­ке и хла­миде, с фри­гий­ской шап­кой на голо­ве. С пра­вой сто­ро­ны памят­ни­ка сидит жен­ская фигу­ра в лав­ро­вом вен­ке и короне, дер­жа­щая в левой руке пучок коло­сьев. К воз­вы­ше­нию, на кото­ром она сидит, при­став­лен щит с голо­вой Гор­го­ны. На зад­нем плане вид­ны семь фигур в лав­ро­вых вен­ках, две из них боро­да­тые, все оде­ты в туни­ки и хла­миды, две несут каж­дая по ков­ши­ку для жерт­вен­ных воз­ли­я­ний (simpulum), еще одна — жезл и чет­вер­тая — лар­чик для бла­го­во­ний (acerra).

Рельеф из бело­го мра­мо­ра, состав­лен­ный из несколь­ких фраг­мен­тов и реста­ври­ро­ван­ный во мно­гих местах; с листе­лью вни­зу и с дву­мя укра­шен­ны­ми пиляст­ра­ми по бокам.

Gori Iscriz. F. 3. Tav. XXII Pag. С.

Alt. B.a 1.—4. Larg. B.a 2.3.—.

Giuliano Corsi

Deutsch 526. Römisches Relief. Vermeintliche Darstellung aus der Aineiassage.

H. 0,60. B. 1,24. — Ital. Marmor. — Oben felt der Rand. Die Ergänzungen im Texte angegeben. — Abgebildet bei Gori, Inscr. ant. (1727) III, Tab. XXII als «Imperatori Caesaris sacrum in honorem Deae Romae», und Galleria di Firenze, Ser. IV, Tav. 119.

R. und l. ist die Darstellung durch einen schön mit Ranken, die aus einer Vase aufsprieszen, ornamentirten Pfeiler abgeschlossen. L. sitzt auf einem Felsen, an welchen ein runder, mit geflügeltem Gorgoneion geschmückter Schild angelent ist, eine Jungfrau (n. r.), bekleidet mit verbrämten Stifeln, einem kurzen Chiton, der unter den r. Arm herabgesunken ist, und über den sich schräg der Rimen des Wergehenkes hinzieht, sowie einem Obergewande, dessen eines Ende vorn über den Schosz geworfen ist, wärend das andere über dem l. Arme hängt (r. Unterarm erg.). Ihr zurückgestrichenes Har ist mit einem Lorberkranze geschmückt, über welchem eine nicht näher zu bestimmende Kopfbedeckung (phrygische Mütze?) sichtbar ist; in der L. hält sie einige Maiskolben (nicht Aeren, wie auf der Abbildung in der Galleria di Firenze angegeben). Ueber ihr ragt der bekränzte Kopf eines bärtigen, bekleideten Mannes (n. r.) hervor. R. von ihr steht ein mit gegürteter Tunica, einem auf der r. Schulter mit Spange befestigten Mantel und phrygischer Mütze bekleideter Knabe (n. r., Askanios?), der in der L. einen Stab hält. Ueber ihm erscheint der Oberkörper eines mit Tunica, Panzer und einem auf der r. Schulter mit Spange befestigten Mantel bekleideten, vollbärtigen, bekränzten Mannes (n. r.), der in der L. das S.232 Fragment eines Stabes trägt. R. von ihm wider der Oberkörper eines mit kurzärmeliger Tunica und auf der r. Schulter mit Spange befestigtem Mantel bekleideten, bekränzten Mannes (n. r.), der in der R. ein Henkelgefäsz trägt. R. von ihm schreitet als Hauptperson der Darstellung ein als Imperator gekleideter Mann (Aineias?), dessen Gesicht Portraitzüge hat (Gori, a. a. O. wollte in ihm den Commodus erkennen), n. r. auf einen kleinen mit Zangesims ornamentirten Altar, auf welchem Früchte brennen, zu; er ist bekleidet mit Stifeln, kurzer, kurzärmeliger Tunica, Panzer und einem auf der r. Schulter befestigten Paludamentum. Sein Bart scheint blos angelegt zu sein. In der L. hält er ein Schwert, in der R. (erg.) einen Stab, mit dem er die obere Fläche des Altars berürt; um seinen Panzer ist das cingulum gegürtet; von dem Lorberkranze, mit dem sein Haupt geschmückt ist, hängen zu beiden Seiten des Gesichtes zwei Bänder herab. Vor dem Altar schreitet ein Mutterschwein mit sieben Ferkeln n. r. dahin; ein kleiner vollbärtiger Mann, bekränzt und bekleidet mit kurzer, gegürteter Tunica, berürt mit der L. (erg.) den Rücken des Tieres und hält in der R. ein Messer; er ist also wol im Begriff die Sau zu opfern und scheint nur auf das vom Imperator, den er auch anblickt, zu gebende Zeichen zu warten. Ueber ihm werden die Oberkörper zweier bekränzter Männer sichtbar; der l. ist bekleidet mit gegürteter Tunica, die von der r. Schulter etwas herabgeglitten ist, und hält in der L. ein praefericulum; der r. trägt eine gegürtete, kurzärmelige Tunica und einen auf der r. Schulter mit Spange befestigten Mantel, und hält in der L. eine acerra, deren Deckel er mit der R. aufzuheben im Begriffe ist. Beide schauen gleichfalls auf den Imperator. An der r. Ecke der Darstellung sitzt auf einem Felsen eine ungefär wie die zuerst beschriebene Figur gekleidete und bekränzte Jungfrau (n. r.), die den Kopf n. l. zurückwendet und in der L. einen Stab hält. Ein Wergehenk trägt sie nicht. — Die Kränze sämmtlicher Figuren scheinen von Oel- oder Lorberblättern zu sein.

Die Darstellung, in welcher Gori das Opfer eines römischen Feldherrn erkannte, ist von Zannoni (Galleria di Fir.) auf Aineias gedeutet worden, welcher mit Askanios und seinen Gefärten sich dem Orte, wo später Lavinium lag, nähert und hier den Penaten die Sau mit ihren 30 Jungen opfert. Die Zal der dargestellten sieben Ferkel kann dieser Deutung nicht widersprechen, da die ganze Zal überhaupt nicht gut darstellbar war (vgl. Visconti, Pio-Cl. VII, p. 155), wärend dieselbe durch die Anwesenheit des mit der phrygischen Mütze bekleideten Askanios unterstützt wird. Dann wäre die l. befindliche Städtegottheit durch die phrygische Mütze, die Maiskolben und den griechischen Schild als Troja charakterisirt, wärend man in der r. dargestellten, dem Hauptvorgange noch halb abgewandten S.233 die Personifikation des zukünftigen Lanuvium zu erkennen hat. Dagegen sprechen freilich die portraithafte Bildung des vermeintlichen Aineias sowie der Umstand, dass die Handlung des Schweinsopfers durch den kleinen die Sau berürenden Opferdiener den besonders auf italischen Münzen (vgl. Friedländer, die oskischen Münzen, S. 81, n. 9—12) gewönlichen Vertragsopfern sehr änlich gemacht ist; aber gerade dies fürt auf den Gedanken, dass es sich in der Tat hier um das Opfer, welches ein römischer Imperator zur Bekräftigung des Bündnisses zwischen Rom und einer asiatischen Stadt vollzieht, handelt, zur Darstellung dieser Handlung jedoch ein auf die Aeneiassage bezügliches Denkmal, wie deren ja gewiss mehrere vorhanden gewesen sein werden (vgl. E. Brizio, Pitture e sepolcri, 10), benutzt worden ist. Ebenso lieszen sich ja auch Römer bei Sarkophagdarstellungen mythischen Inhalts in der Hauptperson portaitiren (vgl. Ant. Bildw. II, 86 u. a.). — In der Datirung des Reliefs aus dem Ende des 3. Jarhunderts (anders Zannoni) wird Meyer (Amalthea III, 204) wol Recht haben. Die Arbeit zeugt besonders in den Köpfen und den morosen Gesichtern schon von sehr gesunkenem Geschmacke.

H. Dütschke

Источники:
© 2003 г. Фото: Barbara McManus.
© 1961 г. Описание (1): Guido A. Mansuelli. Galleria degli Uffizi. Le sculture. Parte II. Istituto Poligrafico dello Stato. Roma, 1961. P. 343—344 (копия инв. описи 1825 г.).
© 1878 г. Описание (2): H. Dütschke, Antike Bildwerke in Oberitalien. III. Die Antiken Marmorbildwerke der Uffizien in Florenz. Leipzig 1878. S. 231—233, Nr. 526.

комм.
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