Statue of Polyhymnia
Pentalic marble.
Roman work of the 2nd century.
Total height 175 cm.
Rome, Vatican Museums, Pius-Clementine Museum, Room of the Muses, 50Inv. No. 287.Photo by Sergey Sosnovskiy

Statue of Polyhymnia.

Pentalic marble.
Roman work of the 2nd century.
Total height 175 cm.
Inv. No. 287.

Rome, Vatican Museums, Pius-Clementine Museum, Room of the Muses, 50
(Musei Vaticani, Museo Pio-Clementino, Sala delle muse, 50)

Origin:
From the “Villa di Cassio” near Tivoli, 1774.
Description:

Deutsch 508. Statue einer Muse (‘Polyhymnia’)

H. ohne Plinthe 1,65 m, mit Plinthe 1,75 m, Kopf (Kinn — unter dem Kranz) 0,19 m. Marmor des Körpers pentelisch, mit senkrechten Streifen. Auch der des Kopfes scheint etwas streifig zu sein.

Ergänzt: am Kranz die zweite Rosette l. von der Mitte größtenteils mit Stück der dahinter liegenden, Nase, Zwischenstück der Haare im Nacken (Anfang am Kopf und Ende im Nacken alt), Stück im Rücken hinter der r. Schulter mit den Enden der Haare, Faltenrand l. am Hals, Mitte des Chitonrandes vorn nebst den drei großen Randfalten des Mantels r., Faltenrücken unter dem r. Oberarm, Rand der Falte, die von der r. Hand herabfällt, Ansatz des r. Daumens, Teil des Gewandzipfels hinter der l. Hand (die Stütze von da zum Körper alt), sonst einiges an Falten, Spitzen beider großer Zehen. Unterlippe ausgebessert, Oberlippe bestoßen. Ein großer Sprung geht durch die Fingeransätze der r. Hand. An Haaransatz und l. Wange übergangen.

Die Plinthe hat vorn, r. und hinten alten Rand. Die Vorderseite ist leicht konvex, die r. gerade, die Rückseite gerundet. Die Plinthe war wohl ganz eingelassen. L. geht das Gewand über sie hinaus. Die Oberfläche ist eben, nicht geglättet. Gewand und Füße sind durch Rille abgesetzt. Kopf mit Hals ist eingelassen.

Die Muse steht ruhig; das r. Bein ist entlastet zur Seite und etwas zurückgesetzt. Sie trägt einen Chiton, der nur vom am Hals sichtbar wird (von einem Unterchiton mit S.41 Knopfärmeln, wie ihn andere Musen tragen, ist nichts angedeutet). Der Körper ist im übrigen fast ganz verhüllt durch den Mantel, der in der üblichen Weise so umgeworfen ist, daß zuerst ein Zipfel von hinten nach vorn über die l. Schulter geworfen ist, ein anderer zuletzt von vorn nach hinten. Dieser wird von der r. Hand gefaßt, während die gesenkte l. vom Mantel bedeckt ist, unter dem sie sich abzeichnet. Der Mantel ist sehr groß, von dünnem Stoff, der sich teilweise eng an den Körper anlegt, an andern Stellen, wie am l. Arm, spannt, am Boden zwischen den Füßen schleift. L. am Boden eine Ecke mit Fransen. Der Kopf ist etwas zur R. gewendet. Das gewellte Haar ist gescheitelt, seitlich zurückgestrichen, hinten ist ein Teil aufgenommen, der Rest breitet sich auf dem Rücken frei aus (hinter dem r. Ohr scheint eine Locke vorgegangen zu sein, hinter dem l. nicht). Auf dem Scheitel ist es in einer Schleife gebunden. Im Haar liegt ein Kranz mit einer doppelten Reihe von Blüten. An den Füßen Sandalen mit ausgezacktem Riemen, der zwischen 1. und 2. Zehe durchgeht. Der Querriemen ist unter die Zehen geschlupft.

Ein Attribut ist nicht vorhanden. Auch der Blütenkranz wird kaum eine besondere Bedeutung haben: er soll nur gegenüber den Kränzen der andern Musen eine Abwechslung geben. Ebensowenig kann Haltung und Gewandung für irgend eine Benennung oder die Zuweisung eines bestimmten ‘Gebietes’ im Sinne der späteren Verteilung geltend gemacht werden. Die Benennung Polyhymnia ist willkürlich.

Die Wiederholungen lehren nichts weiteres. Es sind: Statue in Kopenhagen, Ny Carlsberg 394 (aus dem Fund von Monte Calvo). Torsen in Villa Borghese (EA. 2794); im Louvre Fr. 392 (Clarac 328, 1091) und Clarac 528, 1091 b; in Rom, Ant. Comunale (Amelung zu EA. 1993, 4.); Vatican, Dach des Braccio nuovo; Florenz, Mus. Archeologico (nach Amelung); Madrid EA. 1532 l.; Wörlitz, Hosaeus 24 (EA. II S. 26). Kopf auf Stockholm, Brising 9.

Im Haar starke Spuren des Bohrers.

S.42 Über Stil, Herkunft usw. vgl. zu 517. Inschrift Pius VI. an der Plinthe.

Visconti, Mus. Pio-Clementino I Taf. 24 (ed. Rom); Taf. 23 (ed. Mil.); Opere varie IV 438 Nr. 303.
Massi 114 Nr. 18.
Zoega, Welckers Zeitschr. 315 f.
Piroli-Piranesi, Musée Napoléon I Taf. 35.
Bouillon, Musée des antiques I 40.
Hirt, Bilderbuch Taf. 29, 10.
Pistoiesi V Taf. 91 Nr. 1074.
Clarac, Musée 527, 1092 A.
Gerhard-Platner 214 Nr. 14.
Braun, Ruinen u. Museen 386 I.
Bie, Die Musen 70; ML. II 3279 Abb. 11 f.
Amelung, Basis des Praxiteles 31 ff. Abb. 11/12 (Kopf); Moderner Cicerone I 293.
E. B. van Deman, AJA. 12, 1908, 335 Abb. 8.
Löwy, Griech. Plastik3 90 Taf. 115, 206.
Helbig3 266.
Bulle, SchM.2 Taf. 133.
Horn, RM. EH. 2, 22.

Phot.:
Al. 6616.
And. 1418 (St.); 2249 (Kopf v. halbr.); a. 1369.
Mosc. 409.
Inalt. 823 (St.); 1945 (K.).
Brogi 8326.
Sommer 3418.

Abg.: (K.) München.

Georg Lippold (1939)

Italiano 50. Statua della musa Polimnia (fig. 38)

Sul ritrovamento e la vendita cfr. SM 7; nel 1776—1777 fu restaurata dal Sibilla e tra il 1798 ed il 1815 venne trasferita a Parigi, in occasione dell’occupazione francese. La testa è di un marmo differente, ma potrebbe ugualmente essere pertinente (come altre della “Villa di Cassio”); i capelli, ornati da una corona di fiori, sono divisi da una scriminatura centrale in piccole bande ondulate. 11 corpo è pesantemente ammantato, con le braccia completamente avvolte. Il tipo ricorda il modello della c. d. Piccola Ercolanese, attribuito alla scuola di Prassitele (330—310 a. C.), ma forse questo è stato ‘filtrato’ in età tardoellenistica dalla Polimnia (musa della Poesia Religiosa e della Mimica) del noto gruppo ellenistico (metà del II sec. a. C.) attribuito allo scultore Philiskos di Rodi (cfr. GS 53). La presente replica è — come le altre dello stesso contesto — assegnabile all’età adrianea.

Inv. 287;
G. Lippold, Die Skulpturen des Vatikanischen Museums, III 1, Berlin 1939, p. 40 n° 508 tavv. 4 e 6;
M. Cagiano de Azevedo, in Critica d’Arte, 7, 1942, p. 115 nota 7;
G. Lippold, Handbuch der Archäologie, München 1950, p. 301 tav. 107, 2;
W. H. Schuchhardt, in Gött. Gel. Anz., 213, 1960, p. 183;
W. Helbig, Führer durch die öffentlichen Sammlungen klassischer Altertümer in Rom, I, (4a ed.), Tübingen 1963, 68;
M. Bieber, Ancient Copies, New York 1977, p. 121 fig. 542;
M. T. Marabini Moevs, in BdA, 12, 1981, p. 39 fig. 58;
K. M. Türr, Eine Museengruppe hadrianischer Zeit. Die sogenannten Thespiaden, Berlin 1971 (Mon. Artis Rom. X), pp. 14—16 e 63 n° 1 tavv. 7 e 9;
C. Pietrangeli, La provenienza delle sculture dei Musei Vaticani, in Bollettino dei Monumenti, Musei e Gallerie Pontificie, VII, 1987, p. 125 n° 508;
R. Neudecker, Die Skulpturen-ausstattung römischer Villen in Italien, Mainz am Rhein 1988, p. 230 n° 66, 3;
J. Lancha, Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae, I—VIII, Zürich-München 1981—1997: VII, p. 1021 n° 80;
A.-M. Leander Touati, Ancient Sculptures in the Royal Museum. The Eighteenth-Century Collection in Stockholm, I, Stockholm 1998, pp. 115, 130, 132.

Giandomenico Spinola (1999)
Credits:
(сс) 2006. Photo: Sergey Sosnovskiy (CC BY-SA 4.0).
2006. Text: museum inscription to the sculpture (50).
© 1939. Description (1): G. Lippold, Die Skulpturen des Vatikanischen Museums, III 1, Berlin 1939, S. 40—42, Nr. 508.
© 1999. Description (2): G. Spinola. Guide cataloghi Musei Vaticani, 4. Il Museo Pio Clementino, 2. Città del Vaticano, Roma, 1999, p. 226, cat. no. SM 50.
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History of Ancient Rome