Aphrodite (Nymph)
Greek marble. Hellenistic period.
H. 1.26 m.
Inv. No. 253.Venice, National Archaeological MuseumPhoto by Ilya Shurygin

Aphrodite (Nymph).

Greek marble. Hellenistic period.
H. 1.26 m.
Inv. No. 253.

Venice, National Archaeological Museum
(Venezia, Museo archeologico nazionale).

Origin:
Found at Alexandria (Egypt). Acquired in Rome by Girolamo Zulian. Bequeathed to the Republic of Venice in 1794.
Description:

Deutsch 312. Statuette einer Nymphe.

H. 1,26. — Gr. M. — Herkunft wie bei 72. [S. 31, Nr. 72: Wurde von dem Venezianischen Gesandten in Rom Girolamo Zulian mit seiner dort erworbenen Antikensammlung i. J. 1794 der Republik Venedig vermacht, aber warscheinlich erst 1812 mit dem gröszten Teil der Sammlung im Dogenpalaste aufgestellt.] — Die Figur aus zwei Stücken gearbeitet; die Fuge geht durch die Oberschenkel. Der Pfeiler besteht aus drei Stücken: Basis, Schaft und Capitell; antik wol nur das letztere mit der Vase (erg. Ausguss und Henkel); auch der l. Unterarm besonders gearbeitet, aber zugehörig (Daumenspitze abgebr.). Erg. r. Arm, der am r. Ore herabhängende Gewandzipfel, S.123 oberes Stück des Diadems, Nase, Basis, Füsze. Am Halse durchgebrochen. — Vgl. Valentinelli, a. O., 248; Bernoulli, Aphrodite, 374.

L. von einem Pfeiler steht, mit der L. drüber einen horizontal liegenden durchborten Krug haltend, auf dem r. Beine eine Nymphe. Das zurückgesetzte l. Bein berürt nur mit den Zehen den Boden. Der r. ergänzte Arm stützt sich auf die Hüfte. Auf dem welligen, zurückgestrichenen Hare des doch wol zugehörigen Kopfes, welches mit einem Diadem (mit drei Rosetten verziert) geschmückt ist, liegt ein Gewand auf, dessen einer Zipfel wol auch ursprünglich, wenn auch nicht so lang, über das r. Or herabhing, wärend der andere Teil hinten herabhängt, und ein Zipfel des Gewandes unter der l. Achsel festgeklemmt ist. Der andere Hauptteil des Gewandes ist an der r. Hüfte, wo er von dem wol auch ursprünglich aufgestützten r. Arme festgehalten wird, vorgenommen und so über den Unterkörper vorgeworfen. Der unbedeutende Kopf steht dem Typus der Aphrodite nahe. Das Gefäsz über dem Pfeiler ist durchbort, war also zum Ausfluss des Wassers bestimmt. Hübsche Brunnendekorationsfigur1.

1Nahe verwandt die Statuette in Vicenza 22, in Catajo 814, andere Widerholungen bei Bernoulli, a. O.

Hans Dütschke
Literature:
C. Anti, Il Regio Museo Archeologico nel Palazzo Reale di Venezia (Rom 1930) 165 Cat. no. 6;
H. Dütschke, Antike Bildwerke in Oberitalien V. Antike Bildwerke in Vicenza, Venedig, Catajo, Modena, Parma und Mailand (Leipizig 1882) 123 f. Cat. no. 312;
R. Fleischer, Späthellenistische Gruppe vom Pollionymphäum in Ephesos mit dem Polymphemabenteuer des Odysseus, 2. Beih. ÖJh, 1971, 166 Ill. 6. 7 Cat. no. 4;
J. Inan in: H. U. Cain — H. Gabelmann — D. Salzmann, Festschrift für Nikolaus Himmelmann (1989) 275 [Replik Nr. 4];
G. Traversari, La Statuaria Ellenistica del Museo Archeologico di Venezia (1986) 133 Cat. no. 43.
Credits:
© 2013. Photo: Ilya Shurygin.
Description: H. Dütschke, Antike Bildwerke in Oberitalien V. Antike Bildwerke in Vicenza, Venedig, Catajo, Modena, Parma und Mailand (Leipzig 1882). Pp. 123—124, cat. no. 312.
Bibliography, additional information: http://arachne.uni-koeln.de/item/objekt/22196
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